FEHLERHAFTE WIDERRUFSBELEHRUNGEN ZU IMMOBILIENKREDITEN

FEHLERHAFTE WIDERRUFSBELEHRUNGEN ZU IMMOBILIENKREDITEN

Die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest klärt in einem aktuellen Artikel „Bankirrtum zu Ihren Gunsten“ darüber auf, wie Verbraucher aus teuren Immobilienkrediten herauskommen und so einerseits tausende Euro an Zinsen sparen und gleichzeitig zur Zeit rekordgünstige neue Kredite abschließen können.

In drei Ländern haben die Verbraucherzentralen die Widerrufsbelehrungen von knapp 10.000 Immobilienkreditverträgen überprüft und dabei eine Fehlerquote von rund 80% festgestellt. Rechtsanwälte kommen sogar zu höheren Zahlen. Zudem gibt es bereits zahlreiche obergerichtliche Urteile, welche die Fehlerhaftigkeit von Widerrufsbelehrungen zu Immobilienkrediten bestätigen. Von einer Unwirksamkeit der Belehrung sei immer dann auszugehen, wenn die Widerrufsbelehrung von dem vorgegebenen Muster des BMJV abweiche (LG Stuttgart, Az. 12 O 547/13).

Betroffen sind Verträge die nach Einführung des Widerrufsrechts für Immobilienkredite im November 2002 abgeschlossen wurden. Die fehlerhaften Widerrufsbelehrungen sind für die Banken folgenreich, da die Belehrung unwirksam ist und das Widerrufsrecht nicht verjährt. Der Verbraucher kann es in den meisten Fällen auch heute noch ausüben. Dies führt dazu, dass die Bank den gewährten Kredit zzgl. marktüblicher Zinsen zurückerlangt und im Gegenzug der Verbraucher die geleisteten Zinszahlungen und dasjenige erstattet bekommt, was die Bank mit diesen erwirtschaftet hat. Durch den Widerruf fällt auch die Vorfälligkeitsentschädigung nicht an, welche die Bank sonst im Falle der Kündigung vom Verbraucher verlangen kann.

Viele Banken werden versuchen gegen den Widerruf und die Ansprüche der Verbraucher Widerstand zu leisten. Wir sehen der Vertretung unserer Mandanten in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren bei der Rückabwicklung teurer Immobilienkredite zuversichtlich entgegen und freuen uns für jeden, der sich aufgrund der momentan niedrigen Zinsen seinen Traum mit einem neuen, günstigen Kredit verwirklichen kann.

Sollten Sie Fragen haben, rufen Sie uns gerne unter 040/76797879 oder 0431/688158 an.

„GELD, GIER, BETRUG – WARUM FALLEN ANLEGER IMMER WIEDER REIN?“

Unter oben genanntem Thema zeigte die ARD am 3.12.2013 eine Diskussionsrunde in der Sendung „Menschen bei Maischberger“. Zu Gast waren die Beteiligten an dieser die menschliche Gier befriedigenden Geschäftemacherei. Herausragend in dieser Runde war die Person unseres Mandanten Bernd Schröder. Er steht stellvertretend für viele Anlageberater, welche sich in der Zwickmühle zwischen aufrichtiger und ausgewogener Beratung und dem Verkaufsdruck durch Banken und Vorgesetzte befanden, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu erwirtschaften. Eine Entscheidung gegen hohe Provision und hohen Lebensstandard konnten so nur wenige treffen. Häufig wussten Berater weder um Chancen noch um exakte Risiken der zu vermittelnden Anlage. Denn um Vertriebserfolge zu erreichen kam es darauf meistens gar nicht an.
Dazu RA Hoppe: „Die Postbank Vermögens- bzw. Finanzberatung sowie deren Berater als Hauptschuldige an den Pranger zu stellen ist nicht sachgerecht. Im Rahmen der Interessenvertretung unseres Mandanten Bernd Schröder und einer Vielzahl weiterer Anleger und Berater konnten wir strukturelle Fehler im System der Anlageberatung feststellen. Auch hierdurch konnten wir unseren Mandanten zu ihrem Recht verhelfen. Die teils unverschuldete fehlerhafte Beratung durch die Postbank ist beileibe kein Einzelfall. Auch andere Banken haben in der Vergangenheit ähnlich gehandelt.“
Link zur ARD Mediathek

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