Commerzbank zu Schadensersatz wegen Falschberatung einer Stiftung verurteilt

Commerzbank zu Schadensersatz wegen Falschberatung einer Stiftung verurteilt

Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilte die Bank mit Urteil vom 28.01.2015 (Az. 1 U 32/13) zur Rückabwicklung der einer Stiftung empfohlenen geschlossenen Beteiligung. Der Stiftung wurde im Jahr 2001 von der Bank der geschlossene Immobilienfonds CFB-Fonds 142 in Höhe von 280.000,00 Euro vermittelt. Der Fonds geriet ab dem Jahre 2010 in Schieflage und stellte seine Ausschüttungen ein, da seine Entwicklung aufgrund hoher Kosten des Fremdwährungsdarlehens in Schweizer Franken nicht mehr plangemäß verlief.
Das OLG Frankfurt stellt in seinem Urteil auf zwei maßgebliche Pflichtverletzungen ab. Zum einen habe die Bank nicht ordnungsgemäß über die von ihr bezogenen Rückvergütungen aufgeklärt. Darüber hinaus sei die Beratung nicht anlegergerecht gewesen, da die Anlageempfehlung nicht mit der Verpflichtung der Stiftung, ihr Stiftungskapital zu erhalten, zu vereinbaren sei. Das Gericht verweist damit auf das Stiftungsrecht und erklärt die empfohlene Anlage für die Stiftung als zu risikoreich.
Eine Anlageberatung muss nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anlage- und anlegergerecht erfolgen. Hierzu gehört, dass der Anleger über sämtliche Risiken des empfohlenen Produkts aufgeklärt werden muss. Darüber hinaus muss die Anlageempfehlung auch zu seinen Anlagezielen passen. Diese Pflichten sah das OLG Frankfurt in dem entschiedenen Fall als verletzt an, so dass die Bank der Stiftung Schadensersatz leisten muss.

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