Anforderungen an Beratung

ANFORDERUNG AN DEN ANLAGEBERATER


Einem Anlageberater obliegen viele Pflichten, nachfolgend sind die wichtigsten zusammengefasst.

I. Ausbildungsstandards


Zunächst einmal muss eine notwendige Qualifikation, welche regelmäßig über die Industrie- und Handelskammern zu erwerben ist, vorliegen. Die Anforderungen werden so wesentlich konkretisiert, um einen Mindeststandard zu sichern.

II. Genaue Darstellung des Anlageprodukts


Für den Kunden besonders relevant ist weiter, dass sehr konkret dargestellt wird, dass der Anlagevermittler nur redliche Informationen und Produktinformationen zur Verfügung stellen darf und dem Kunden regelmäßig alle zur Verfügung stehenden Unterlagen übergeben werden müssen. So soll der Kunde ein umfassendes Bild erhalten.
Inhaltlich muss die Beratung darüber aufklären, welche Probleme bei einem Verkauf des Anlageprodukts entstehen können. Insbesondere kann es nötig sein, auf einen beschränkten Verkaufsmarkt oder hohe Kursschwankungen hinzuweisen. Beides kann dazu führen, dass ein schneller Ausstieg aus der Anlage erschwert ist.
Wichtig ist auch, dass mögliche Folgekosten und Nachschusspflichten beschrieben werden. Nur so kann der Kunde erkennen, ob neben dem (Teil-)Verlust des angelegten Geldes eventuell noch weitere Kosten zu tragen sind. Denn noch schlimmer, als investiertes Geld zu verlieren, ist es sicher, „frisches Geld“ hinterherwerfen zu müssen, ohne dass absehbar ist, ob sich dies rentiert.
Schließlich müssen die steuerlichen Auswirkungen dargestellt werden. Hier kam es in der Vergangenheit zum Beispiel bei Film- und Schiffsfonds zu erheblichen, im Einzelfall existenzbedrohenden Nachforderungen des Finanzamtes.

III. Orientierung an Kundenwunsch und -wissen


Dies alles muss dann mit den Informationen über den Anleger und dessen Anlagezielen abgeglichen werden. Gerade hier setzt auch die schon seit längerem eingeführte Dokumentationspflicht an. Durch die schriftliche Zusammenfassung soll sichergestellt werden, dass der Kunde wirklich das erhält, was zu ihm passt. Gerade hier ist aber auch jeder selbst verantwortlich, aufmerksam zu verfolgen, ob die eigenen Kenntnisse und Wünsche zutreffend dargestellt worden sind.
Schließlich muss der Anlagevermittler persönlich offenlegen, ob er Zuwendungen Dritter erhält und über den Gesprächsverlauf ein Beratungsprotokoll anfertigen.

IV. Ergebnis


Haben Sie das Gefühl, nicht wie oben beschrieben beraten worden zu sein, rufen Sie uns gerne an. Wir prüfen, ob wir mögliche Schadensersatzansprüche erfolgreich gegen Ihre Bank durchsetzen können.

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